Die Finanzkrise des Erzbistums Hamburg


ERZBISCHOF IM NDR ZUR ZUKUNFT DER HAMBURGER KATHOLISCHEN SCHULEN

Erzbischof Stefan Heße hat am 6. Februar im Norddeutschen Rundfunk ausführlich zu allen aktuellen Fragen Stellung genommen. Das vier Minuten dauernde TV-Interview und das knapp 15 Minuten dauernde Radio-Interview finden sich mit einer Zusammenfassung der NDR-Redaktion auf https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Hesse-Katholische-Kirche-will-Schultraeger-bleiben,kirchen216.html


Finanzbericht für 2016 veröffentlicht

Das Erzbistum Hamburg hat seinen Finanzbericht für 2016 veröffentlicht auf https://www.erzbistum-hamburg.de/?we_objectID=5506. Eine kurze Pressemitteilung dazu findet sich auf https://www.erzbistum-hamburg.de/Finanzberichte-2016_Erzbistum-Hamburg-veroeffentlicht-Finanzberichte.


Die Finanzkrise des Erzbistums Hamburg

Erzbischof Heße: „Kirche in Zukunft anders denken“

Erzbistum legt Ergebnisse einer wirtschaftlichen Tiefenprüfung vor

 

von Manfred Nielen, Katholische Presse- und Informationsstelle des Erzbistums Hamburg, 12.12.2017 

 

Die wirtschaftliche Situation des Erzbistums Hamburg ist schlechter als bisher angenommen. Entscheidungen sollte das Erzbistum nun schneller treffen als geplant. Das sind die Ergebnisse einer dreimonatigen Tiefenprüfung durch die Unternehmensberatung Ernst & Young. Sie wurden jetzt den Gremien des Erzbistums vorgestellt.

 

Die Überschuldung des Erzbistums in Höhe von derzeit knapp 80 Millionen Euro werde, so die Untersuchung, auf rund 350 Millionen Euro im Jahr 2021 steigen, wenn keine einschneidenden Maßnahmen ergriffen werden. Überschuldung bedeutet, dass das Vermögen des Erzbistums nicht ausreicht, um die langfristigen Verpflichtungen zu finanzieren. Hauptgründe dafür sind ein Instandhaltungsstau bei der vielen der rund 1.000 Kirchen und Gebäuden und hohe Pensionsverpflichtungen im Bereich der katholischen Schulen, die durch die anhaltende Niedrigzinsphase weiter ansteigen.

 

Erzbischof Stefan Heße betonte sein Ziel, „mit weniger Geld eine lebendige Kirche“ zu sein. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die wirtschaftliche Gesundung des Erzbistums gelingen könne. Er sagte auch: „Wir werden Kirche in Zukunft anders denken müssen“. Generalvikar Ansgar Thim hob hervor, man werde nun mit Nachdruck an Entscheidungen arbeiten.

 

Die Unternehmensberatung Ernst & Young bescheinigte dem Erzbistum Hamburg, dass es bereits bei seiner Gründung 1995 Altlasten übernommen habe, die danach nicht abgebaut worden seien. Vielmehr sei eine nachhaltige Aufstellung dem Erhalt und dem Ausbau des gesamten kirchlichen Angebots untergeordnet worden.

 

Das Erzbistum Hamburg hat im November 2016 einen inhaltlichen und wirtschaftlichen Erneuerungsprozess begonnen. Neben einem wirtschaftlichen Orientierungsrahmen wird parallel an einem pastoralen Orientierungsrahmen gearbeitet. Er soll die Schwerpunkte der künftigen kirchlichen Arbeit benennen.

 

Weitere Informationen über die Ergebnisse der Arbeit von Ernst & Young stehen im Internet unter www.erzbistum-hamburg.de/Erneuerungsprozess bereit.


Eine 16-seitige Zusammenfassung der Ergebnisse der Arbeit von Ernst & Young ist im Internet nachzulesen unter dem Titel "Grundlagen für einen wirtschaftlichen Orientierungsrahmen".


Die Finanzkrise des Erzbistums im Spiegel der Presse

Ausführlich berichtete das Hamburger Abendblatt über die Finanzkrise des Erzbistums und führte mit Erzbischof Stefan Heße ein Interview. Hier die Links zu den Beiträgen, jeweils mit Titel und Untertitel (leider kostenpflichtig, nur für registrierte Abonnenten lesbar - oder im Test-Abo für zwei Wochen gratis):

 

Die Berichterstattung im NDR: