Unser Zukunftstag am 23.9.2017 - Ergebnisse

Am Tag vor der Bundestagswahl hatten auch wir im Hamburger Süden eine ganz eigene Art von Wahl: 

  • Wie soll die Kirche aussehen, die wir gestalten?
  • Was ist unsere Sehnsucht?
  • Was brauchen wir auf dem Weg dorthin?
  • Was an Neuem wollen wir am Ende haben, um uns wohlzufühlen?

Eingeladen waren die Mitglieder des Gemeinsamen Ausschusses und alle Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände der Pfarreien von Harburg, Wilhelmsburg und Neugraben, sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Institutionen, die Hauptamtlichen und Diakone. Hier einige Ergebnisse:

 




Die Statements auf den Blauen Karten

Am Ende des Tages war jede und jeder eingeladen, auf einer blauen Karte den Satz zu Ende zu formulieren: "Wir werden eine Kirche sein, die..." sowie ergänzend: "...und die deswegen Folgendes macht:..." Hier die Antworten:

Wir werden eine Kirche sein, die… …und deswegen Folgendes macht: ...
 …zu den Menschen geht, die suchen und Zuwendung brauchen  …verschiedene Gottesdienste an Orten anbietet, wo Menschen dieser „Dienste Gottes“ bedürfen und in diesen Gottesdiensten „Heils“-Erfahrungen ermöglicht durch lebensrelevante Verkündigung, Schrifterklärung, Zuwendung (körperlich erfahrbar durch Segen etc.) und dazu Laien befähigt bzw. befähigte Laien einsetzt

…präsent ist vor Ort für spirituelle + menschliche Ansprache (Es gibt einen konkreten Ansprechpartner)

…die Grundlagen für die Kommunikation vor Ort bereitstellt
…offen ist für alle Menschen und für notwendige Veränderungen

…zusammen arbeitet (als Menschen, Gemeinden, Institu­tionen).

Wir gehen dorthin, wo wir Menschen erreichen (Kitas, Schulen, Verbände, Krankenhäuser, Altenheime…) und machen unseren Glauben erfahrbar (Hilfe/Unterstützung) und bieten Gesprächsmöglichkeiten, Ruhe-Oase…

…einen Raum der Stille hat, in dem Menschen auf verschiedene Weisen Meditation kennenlernen, einüben und praktizieren können …möglichst an jedem Standort in Gemeindehaus oder Kirche einen Raum für 10-20 Menschen auf ansprechende und passende Weise gestaltet
…Beziehung zu Jesus ermöglicht und vertieft …Gottes Wort und Tat in den Mittelpunkt allen Handelns stellt und nicht nur Messen feiert (Meditationen, Stundengebet, Hausgebet etc.)
…wachsen will und auf sich aufmerksam macht

…Treffpunkte (Café, Paketshops, offene Räume und Angebote) neben Angeboten in den Kirchen schafft;

…Mut zu Investitionen in die Zukunft hat und auch entsprechend passendes Personal hat und findet

…für die Menschen da ist,

…die frohe Botschaft so verkündet, dass diese in unserer Lebenswirklichkeit ankommt und Menschen wirklich froh macht

…im Gottesdienst „gute“ Predigten, Gebetstexte und Lieder [bietet], die nicht verstaubt sind!

Eine Kirche, die auch in die Öffentlichkeit geht, dorthin, wo die Menschen sind, z.B. [mit einer] Zeltkirche auf dem Marktplatz

…sich immer reflektiert und in Bewegung ist; 

…die weiß, wer ihr die Kraft gibt, und deshalb für jeden offen ist

…Vertrauen und Verantwortung fürs Ehrenamt hat;

…aktiv ist und wirklich zum Nächsten schaut;

…sich nicht abkapselt, sondern im Stadtteil auftritt;

…die Kirche als Ort der Begegnung mit Gott auf verschiedene Arten nutzen lernt und nicht vergisst, dass wir Menschen sind, die auch Lachen, Freude und Gemeinschaft brauchen

…gesellschaftlich an Bedeutung verliert

…sich öffnet für die Gesellschaft (mit Veranstaltungen und anderen Angeboten)
…erlebt, dass sie mit ihrer Botschaft
der Welt immer fremder wird
…ständig sucht zwischen „auf die Menschen zugehen“ und Fundamentalbotschaft
…mit noch weniger Geistlichen auskommen muss

…Engagement der Ehrenamtlichen stärkt;

…Ehrenamtliche anspricht, ausbildet und ihnen zutraut, Verkündigung zu betreiben

…offen und für alle Menschen da ist, egal, ob katholisch oder evangelisch oder anderen Glaubens;

…die Verkrustungen ablegt und Menschen annimmt und abholt, wo und wie sie sind.

Die Botschaft Christi soll dabei Wegbegleiter und wegweisend sein.

[Die Kirche soll] Ehrenamtlichen mehr Freiheiten geben, sie machen lassen.  Die Hauptamtlichen unterstützen und „ermahnen“ nur / „greifen nur ein“, wenn die Botschaft Christi verfälscht wird.

[Die Kirche soll]  für Veränderungen sich Zeit nehmen und diejenigen, die mitwirken möchten, die Zeit auch geben.

Die Menschen / Gläubigen mitnehmen!!!

…offen ist für alle, die Liebe vorlebt, eine frohe Botschaft verkündet …vielfältige Angebote macht, Hilfestellung gibt, keine Aus­lese trifft, auch neben Traditionellem mit der Zeit geht.

…lebendig ist, mit der Zeit geht und dennoch seine Werte bewahrt;

…sich um Angebote und Hilfestellungen aller Generationen und aktueller Bedarfe bemüht

…ein offenes Ohr für die Freude und Nöte der Menschen hat, die an die Tür klopfen,

…und eine gute Erreichbarkeit garantiert

…sich um die Randständigen kümmert

  …über den eigenen Tellerrand deutlich hinaus schaut

…Toleranz übt

…Veränderungen annehmen kann

…kooperativ und nicht konkurrierend ist

…sich nicht mehr um sich selbst kümmert

…Laien qualifiziert

…offen ist für neue Angebote / Ideen

…Laien unterstützt (z.B. finanziell),

…Räume anbietet & Hilfe bereitstellt

…Schlüssel vergibt & Kirchentür offen lässt

…ihre Komfortzone verlässt und zu den Menschen geht

(…nicht ständig im Büro sitzt)

…Freude und Begeisterung hat, das Evangelium zeitgemäß zu verkünden

…sich selbst missioniert

…bestärkend für alle Menschen eine Gemeinschaft durch und in Jesus Christus bildet.

Jeder ist willkommen und hat seinen Platz, bietet sicheren Hafen und Entfaltungsfreiraum

…verschiedene Angebote – auch mit weniger Gottesbezug (also nicht hochreligiös, sondern mal nur Fußball spielen),

…Ehrenamtliche gut durch Hauptamtliche begleitet

…die offen für andere Ideen und auch mal kritische Fragen ist

…Menschen liebt in ihrer Einzigartigkeit & mit allen Besonderheiten …Menschen nicht kritisiert, nichts vorschreibt, sie so nimmt und wertschätzt, wie sie sind; Fähigkeiten stärkt
…zu den Menschen geht

…nicht an Gebäuden & Strukturen hängt, sondern Neues ausprobiert, für Ideen und neue Wege offen ist,

…Begegnung im Park, im Wald, an der Elbe sucht, auf dem Spielplatz

…Christus ins Zentrum stellt

…nicht nur nach Charismen sucht, sondern die Charismen in den Individuen erkennt

…sich ein Beispiel an der Schrift (Wirken Jesu, der Apostel, der Propheten) ganz bewusst nimmt

…sich gegenseitig im Glauben stützt und öffnet

…eucharistische Anbetung hält – auch bewusst für die, die dienen

…Ehrenamtliche in ihrem Glauben und in ihrem Dienst stärkt und ausbildet

…sichtbar Heimat ist für Menschen aus über 80 Nationen

…jedes Jahr ein Fest der Nationen feiert

…im Leben unseres jeweiligen Stadtteils eine Rolle spielt;

…ein Gesicht hat

…sich öffnet (im buchstäblichen Sinn des Wortes und im übertragenen Sinn), sich einmischt, präsent ist, gesellschaftlicher Kit ist

…offen ist für alle und einladend

…generationenübergreifend arbeitet, keine Steine in den Weg legt – oder, wenn welche da sind, sie wegzuräumen hilft;

…religionsübergreifende Ansprache!

…offen und einladend für alle und jeden ist

…Steine aus dem Weg räumt und nicht hinlegt

…generations-, nationalitäts- und konfessionsübergreifende Angebote macht

…Räume und Menschen für Begegnungen zur Verfügung stellt.

…da ist, wo/wenn sie gebraucht wird;

…Glauben begründet

…zuhört und fragt

…Beteiligung ermöglicht

…vielen Menschen eine Heimat ist; Orte bietet

…sich öffnet und neue Orte findet

…in der Gesellschaft präsent und lebendig ist

…ihre Kitas und Schulen stärkt und ausbaut

…den Menschen annimmt

…lokal und persönlich für Menschen erreichbar ist

…aktiv in der Seelsorge (Pastoral) sein wird

…immer selbstreflektierend ist

…in der die Mitglieder bewusst zusammen die Nachfolger Christi sind, berufen/gesendet, alle Missionare sind und ihre Begeisterung anzieht;

…eine Kirche, die zur Gesellschaft offen ist, zu den Armen;

…eine Kirche, die sich um die Jugendlichen kümmert

…spirituelle Angebote macht, damit die Bibel, die Frohe Botschaft mit dem Leben verbunden wird (Besinnungstage, Andacht, Bibelkreis, …);

…lehrt, mit der Bibel zu beten;

…ökumenisch arbeitet

…sich auch mit ihrer Architektur den Menschen öffnet und zuwendet

…in Harburg und Wilhelmsburg neue offene + einladende Gemeindehäuser oder Kirchenvorräume baut
   

Seit 1. April 2016 sind wir dabei, uns zu einem neuen Pastoralen Raum zu entwickeln – zu einer neuen, großen Pfarrgemeinde mit 25.000 Gläubigen aus über 80 Nationen. Bis 2019 wollen wir das schaffen.

 

Rund vier- bis fünfmal im Jahr trifft sich dazu der Gemeinsame Ausschuss. Er setzt sich zusammen aus je sechs bis acht Vertretern der drei Pfarr­eien und ein bis zwei Vertretern der betroffenen Institutionen, insgesamt also aus derzeit 37 Männern und Frauen.

 

Arbeitsgruppen zu besonderen Aufgabenfeldern ergänzen die Arbeit des Gemeinsamen Ausschusses. Eine zehnköpfige Lenkungsgruppe trifft sich alle zwei bis vier Wochen und ko­ordiniert die Aufgaben.

 

Ein Moderator des Erzbistums führt durch die Gremiensitzungen. Offizieller Leiter der Ent­wicklung ist der Pfarrer von Harburg und Wilhelmsburg. Ein Sekretär kümmert sich vier Stunden pro Woche um organisatorische Dinge.